Die Sanierung der Kartause Gaming - Schloßhotel Kartause Gaming

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Die Kartause
CHRONOLOGIE DER SANIERUNG


Wie heute rund 90 Prozent der Außenanlagen und 60 Prozent der Innenstruktur renoviert sind, wurde dies durch die folgenden Maßnahmen in den einzelnen Jahren erreicht:

1984: Sicherung aller Zugänge, im Besonderen der Arkadengänge, Rettung der Dachstühle, Restaurierung des Prälatensaales sowie der Museumsräume. Der Dachstuhl über dem Prälatensaal mit seinen verfaulten Holzträmen ist noch heute derart desolat, daß man ihn mit Baumstämmen abstützen muß. Wenn man heute den Prälatensaal betritt, kann man sich kaum mehr vorstellen, daß dort in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg eine Textilfirma ihr Lager hatte und die Stahlregale in den wertvollen alten Holzböden verschraubt waren.

1985: Beginn der Kirchenrestaurierung. Rettung der Kirche vor dem Einsturz durch konstruktive Sicherung und Dachsanierung. Der steinerne Wendeltreppenturm stellte eine Gefährdung der statischen Sicherheit dar, die Wendeltreppe war eingefallen. Die insgesamt 120 Sandsteinstufen mussten daher neu hergestellt werden. Auch sämtliche Kirchenfenster mussten erneuert werden. Rund 300 Isolier- Doppelfensterelemente wurden hergestellt.

1986: Beginn der Restaurierung in der Bibliothek und am Gebäude sowie Ableitung des hangseitigen Baches, der die Kartause jährlich überschwemmte und durch Feuerwehreinsätze immer wieder gesichert werden musste. Restauriert wurde auch der barocke Wetterhahn, der eine original barocke Kunstschlosserarbeit ist. Er diente als Anzeiger der Windrichtungen am First der Bibliothek, wobei er an einer vertikal drehbaren Stange montiert war, deren Zeiger im Gewölbe der Bibliothek auf einer eigens hiefür angefertigten Scheibe über die Windrichtung informierte.

1987: Restaurierung des Dachreiters, der nach Zerstörung durch Blitzschlag wiederhergestellt werden musste.

1988: Fertigstellung des Kirchenfassade und Fenster. Beginn der Trockenlegung von circa einem Kilometer der Erdgeschossräume, um sie bewohnbar zu machen.

1989: Fertigstellung des Bibliothekshofes, der Arkaden, Fassaden, Dächer und Fenster sowie der Steinteile.
Weiterführung der Restaurierungsarbeiten an den Fresken in der Bibliothek.
Die Arkadengänge des Bibliothekshofes waren äußerst schadhaft. Das Dach war bereits so undicht, dass es an mehreren Stellen zu Wassereinbrüchen kam. Der Dachstuhl war völlig verfault, sodass er zur Gänze abgetragen und durch einen neuen ersetzt werden musste. Der schadhafte Putz an Gewölben und Seitenwänden musste ausgebessert, die Oberfläche komplett neu hergestellt werden. Auch die Decken und Säulen der Arkadengänge aus der Renaissancezeit waren unmittelbar vom Einsturz bedroht und mussten saniert werden.

1990: Fertigstellung des Bibliothekshofes, der Dächer, Fassaden und Fenster und aller damit zusammenhängenden denkmalpflegerischen Maßnahmen. Beginn der Drainagierung des gesamten Gebäudes. Erweiterung der Gastronomie durch die Schaffung neuer Gasträume sowie Beginn der Restaurierung der Turmbauten Trakt 8 und 9.

1991: Restaurierung der Räume im Erdgeschoß des Traktes 1. Fertigstellung der Fassaden der Trakte 6,8,9 und 10. Schaffung von sieben Hotel-Appartements zur ganzjährigen Vermietung und des Studentenheimes mit 63 Zimmern. Beginn der langwierigen und kostspieligen Restaurierung der drei bis fünf Meter hohen gotischen Umfassungsmauern.

1992: Restaurierung der Erdgeschossräume im Trakt 4. Neubau des Arkadenganges und Herstellung des Kräutergartens im Kreuzganghof. Fertigstellung der Seminar- und Vorlesungsräume sowie der Büros für die Universität.

1993: Restaurierung der Erdgeschossräume des Traktes 2 für die private Wohnung. Eine am 5. Mai 1993 durchgeführte Baubesprechung mit Vertretern des Bundesdenkmalamtes und der Landesregierung ergab über die Restaurierung der Westfassade folgende notwendige Arbeiten: Die gesamte Westfassade muß trockengelegt werden. Die desolaten Fenster müssen neu hergestellt, die gänzlich zerstörten Sandsteinlaibungen überhaupt erneuert werden. Die Holzkonstruktion beim Gesimse, die gänzlich vom Hausschwamm durchdrungen ist, muß völlig entfernt und erneuert werden, weil die Gefahr des Übergreifens auf den Dachstuhl besteht. Die gesamte Drainagierung, der Bau der Dachrinnen und die komplette Dachdeckung sollen eingeleitet werden. Die parallel zur Kartause verlaufenden überwucherten Gartenmauern müssen freigelegt werden.

Am 8. Oktober wurden die Dachdeckerarbeiten am Westtrakt abgeschlossen. Innerhalb von zehn Jahren wurden insgesamt 15.000 Quadratmeter Dachfläche neu eingedeckt. Rund eine Million alter Dachziegel wurden ersetzt. Die ursprünglichen Dächer waren ein Sammelsurium verschiedener Dachziegel aus 650 Jahren, und es wäre undenkbar gewesen, Dächer, die aus zehn verschiedenen Ziegelsorten bestehen, in den Griff zu bekommen. Daher entschied sich der Landeskonservator für die einheitliche Neueindeckung aller Dächer. Die noch brauchbaren alten Dachziegel wurden an Private und an die Kartause Mauerbach weitergegeben.
Gaming wurde mit dem damals neuen „Pinkafelder Ziegel“ eingedeckt.

In den Dachstühlen finden sich noch rund 6000 der ursprünglichen, 20 Meter langen Lärchenbäume. Sie sind mit wenigen Ausnahmen weder von Fäule, noch von Pilzen befallen. Dies ist dem Umstand zu verdanken, dass sie vor Jahrhunderten den Fasern entlang von Hand behauen und zwischen Weihnachten und Neujahr geschlägert wurden.

1994: Ausbau des Gesundheitstraktes und Schaffung weiterer Zimmer für das Hotel, Fertigstellung der Privatwohnung. Restaurierung der Erdgeschossräume unterhalb der Bibliothek.

Der weitere Ausbau von Studenten- und Hotelzimmern ist ein besonders dringliches Vorhaben, denn allein im Jahr 1993 mussten 80 Seminare und Konferenzen abgesagt werden, weil die notwendige Bettenkapazität fehlte.
Außerdem erhöht sich laufend die Zahl der Studenten, die die Universität besuchen.

1998: Keller Ausbau Trakt II für Schnapsbrennerei und Brotbackofen sowie Lagerräume.

1999: Komplettrenovierung der Kartausen Kirche: Fußbodenheizung, Marmorboden, Kirchenboden, Chorgestühl, Fresken freigelegt, Sakristei eingerichtet.
Familie Sobota - Kardos aus den USA hat die gesamten Mittel für den Kirchenumbau bezahlt.

2001: Trakt VI Dachbodenausbau, Trakt III 2. Stock und Dachgeschoß – Ausbau für circa 25 Betten

2003: Umsiedlung des Museums in den Kreuzgang. Ehemalige Museumsräume werden Büro und Bibliothek der ITI-Universität (Trakt III 1. Stock). Trakt IV Erdgeschoß ehemalige Büroräume von Architekt Hildebrand werden Seminarräume der ITI-Universität.

2004: Verlegung des Kräutergartens vom Kreuzganghof in den Kirchenhof. Planung des gesamten Architekturgartens mit Fischteichen. Initiative zur Schaffung eines eigenen Soziallehreinstitutes.

2008: Um- und Zubau des Traktes 7 mit 18 neuen Hotelzimmer im Dachgeschoss. Ausbau des Restaurants mit Wintergarten, Bar und Bierbrauerei.

2014:
Die Kartause Gaming Privatstiftung (Hildebrand) verkauft ihren Anteil der Kartause an die Maria-Thron-Privatstiftung, welche dadurch nun die Übersicht über die gesamte Kartause Gaming hat.

2016:
Im Hotelbereich werden die 3 Appartements frisch renoviert und erstrahlen im neuen Glanz.
Der Dachreiter wird umfangreich restauriert.

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