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Die Geschichte der Kartause Gaming - Schloßhotel Kartause Gaming

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Die Kartause
DIE GRÜNDUNG DER KARTAUSE

Mit der Gründung der Kartause Gaming löste Albrecht II. ein Gelübde ein, das er gemeinsam mit seinem Bruder Leopold „in Kampfbereitschaft zur Schlacht gegen Ludwig den Bayern“, also offenkundig 1322 unmittelbar vor der Entscheidungsschlacht bei Mühldorf abgelegt hatte. Der „so gemütvollen Auffassung“, dass der Beweggrund für das Gelübde der beiden Brüder die Befreiung Friedrich des Schönen aus seiner schon kurz erwähnten Gefangenschaft auf Trausnitz gewesen sei, hat Josef Lampel schon vor bald hundert Jahren die Grundlage entzogen. Dennoch wird die rührende Legende weiterhin unkritisch tradiert.

Leopold wollte das Kloster ursprünglich in der Pfarre Malters bei Luzern stiften. Doch Albrecht, dem nach Leopolds Tod (+ 1326) die Ausführung des Gelübdes übertragen war, hatte sich für Gaming als Ort der Klostergründung entschieden. Für die Wahl des Ortes waren gewiss mehrere Komponenten bestimmend, eine ganz entscheidende muss eigens hervorgehoben werden: Die neue Gründung sollte auch die herzogliche Grablege bergen, der als Stätte der besonderen Präsenz des Landesfürsten in der Anschauung der Zeitgenossen ein außerordentlicher Stellenwert beigemessen wurde.

Herzog Albrecht hat mehrere Kirchen und Klöster gefördert und namentlich den Chor der Pfarrkirche von St. Stephan in seiner Residenzstadt Wien in Dimension wie für eine Bischofskirche ausbauen lassen. Wenn er seine Grablege in Gaming einrichtete, in bewusster Abkehr von der habsburgischen Familiengrablege im Kloster Königsfelden im Aargau, wo seine Mutter Elisabeth und sein Bruder Leopold beigesetzt waren, wohin sein Bruder Herzog Heinrich (+ 1327) eigens aus der Steiermark überführt worden war, dann liegt hier die Absicht zugrunde, einen territorial-politischen Akzent zu setzen, der zur Verdichtung und Intensivierung der Landesherrschaft beitrug.

Die Gründung des Klosters, das den Namen „Marienthron“ (Thronus Sancte Marie) erhielt, war wohl schon von längerer Hand vorbereitet worden. Den unmittelbaren Anlass dürfte die plötzliche schwere Erkrankung des Herzogs im März und der Tod Friedrichs des Schönen im Jänner desselben Jahres gegeben haben. Albrechts Entscheidung für den Kartäuserorden war wohl nicht zuletzt unter dem Einfluss der starken Persönlichkeit Gottfrieds, des Priors der von Friedrich dem Schönen gegründeten Kartause Mauerbach bei Wien, eines engen Vertrauten der Herzoge, gefallen. Mönche aus Mauerbach sollten die neue Gründung besiedeln. Zuvor musste indes erst die ganze Klosteranlage von der Kirche bis zu den Zellen der Mönche gebaut werden.

Die Kartause Gaming war im Gegensatz zu der bei Kartausen inklusive des Mutterklosters üblichen Zahl von 12 Mönchen von vornherein auf die doppelte Größe, einen Konvent von 24 Mönchen mit einem Prior und dementsprechend vielen Einzelhäusern (Zellen), angelegt.

Am 13. August 1332 legte der Herzog, der an seiner Stiftung lebhaftesten Anteil nahm, persönlich den Grundstein zum Kloster. Die Bauarbeiten schritten zügig voran. 1337 wurde das Kloster auf dem Generalkapitel der Kartäuser in den Ordensverband aufgenommen; zu diesem Zeitpunkt muss also ein Klosterleben bereits möglich gewesen sein. 1340 wurde der Kapitelsaal geweiht. Am 13. Oktober 1342 fand schließlich als Höhepunkt die feierliche Einweihung der Klosterkirche statt.

In all den Jahren seit Gründung war der Herzog unentwegt bestrebt, das Stiftungsgut der Kartause zu erweitern und abzurunden. Grenzstreitigkeiten mit benachbarten geistlichen und weltlichen Grundherrschaften waren konsequent einvernehmlich geregelt worden. Die Besitzungen des Klosters mit dem Schwerpunkt im Raum Gaming, dem Markt Scheibbs und dem Lunzer See reichten bis in die Steiermark (Donnersbach), ins niederösterreichische Weinviertel und nach Wien und Baden. Zu den Rechten zählte das Bergregal und sogar das Landesgericht. Gaming war eines der reichsten Klöster des Landes.




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